Windmeer

Juni 2010 Monthly archive

Mein zweites Rezessionsexemplar kommt vom CORA Verlag, einer der größten deutschen Verlage für Liebesromane. Das sagt mir weniger zu, aber in der Reihe „Historical“ habe ich „Schwarz wie das Verhängnis“ von P. B. Ryan entdeckt. Das Buch, eigentlich ist es eher ein dickes Heft, ist mit 3,90 € recht preiswert zu haben und verspricht eine spannende Geschichte.

Inhalt: Ende des 19. Jahrhunderts bricht der Goldpreis zusammen und treibt so manch ruinierten Gentleman der feinen Gesellschaft in den Tod. Der Arzt Will Hewitt untersucht zusammen mit der Gouvernante Nell Sweeney zwei unklare Todesfälle, von denen einer auf Mord hinweist. Die beiden versuchen, Zusammenhänge zwischen den beiden Toten zu finden und befragen dazu allerhand Angehörige und Bekannte. Es scheint, als hätte nahezu jeder ein Mordmotiv – bis eine große Lüge auffliegt.

Fazit: Zuerst war ich mir unsicher, was ich von einem Buch halten soll, dessen Einband kaum dicker ist als die altpapiergrauen Seiten und zu dem Preis angeboten wird. Dann habe ich es gelesen und bin positiv überrascht.
Die Geschichte ist gut geschrieben, wunderbar undurchsichtig und wird von einer Liebesgeschichte begleitert, die allerdings sehr in Hintergrund steht. Fast jeder könnte ein Mordmotiv haben und der tatsächliche Tathergang konstruiert sich erst ganz am Ende des Buches.
Nicht so gut gefallen hat mir, dass man im nächsten Buch weiterlesen soll, wenn man wissen will, wie die Liebesgeschichte ausgeht. Für mich muss ein gutes Buch oder ein guter Film ein Ende haben – ich bin kein Freund von Endlosgeschichten.

Vielen Dank an den CORA Verlag!

Ob Pfand auf Plastikflaschen und Dosen sinnvoll ist, darüber lässt sich streiten. Mittlerweile ist aus dem Pfandsammeln ein Wettkampf geworden. Mit großen Tüten oder Ziehwagen kommen sie, meistens unangenehm riechend und offensichtlich obdachlos, und durchwühlen Mülleimer: die Pfandjäger. An sich ist mir das egal, so lange sie mich nicht nerven, aber auch hier gibt es einige ziemlich dreiste Exemplare:

An einem schönen Sommerabend sitze ich am Rhein, genieße die Sonne und mein Lieblingsbier. Auf einmal hält eine gepflegte Frau mit einem nagelneuen Fahrrad, das an jeder erdenklichen Stelle Fahrradtaschen hat, vor uns und fragt patzig, ob sie unsere Bierflaschen mitnehmen kann. Wie frech ist das denn? Mein Bier ist noch nicht mal halb leer und da muss ich schon aufpassen, dass es mir nicht abhanden kommt! Sie kriegt eine passende Antwort und verschwindet.

Wenig später taucht der nächste Pfandjäger auf. Wie ein Adler um seine Beute kreist er mit seinem Fahrrad um unsere Bierflaschen, aber lässt uns immerhin in Ruhe. Als er das dritte Mal an uns vorbei kommt, gehen wir – mit unserem Leergut, das wir beim nächsten Kiosk in Kleingeld verwandeln. Schade.

Eine Freundin aus meinen Schwedischkurs hat Geburtstag und da habe ich die Gelegenheit genutzt, die berühmten schwedischen Fleischbällchen (köttbullar) selbst zu machen und ihr mitzubringen.

Köttbullar

Zutaten:

- 500 g gemischtes Hack
- 2 Kartoffeln
- 1 Ei
- 1/2 Zwiebel
- 200 ml Sahne
- 50 ml Paniermehl
- Öl, Salz und weißen Pfeffer

Zubereitung:

Zuerst die Kartoffeln schälen, kochen und anschließend abkühlen lassen. Zwischenzeitlich die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne goldbraun anbraten. Dann die Kartoffeln zerdrücken, alle Zutaten vermengen und mit Salz sowie Pfeffer gut würzen. Dabei auf die Konsistenz achten und ggf. weniger Sahne nehmen. Kleine Bällchen formen und in einer Pfanne braten.

Für meinen ersten Versuch waren sie ganz okay, wenngleich sie in der Mitte etwas mehr durch hätten sein können und außen hingegen manchmal etwas dunkler geworden sind. Das lag an der etwas zu dünnflüssigen Fleischmasse, mit der man leider nicht so gut Bällchen formen konnte und das gleichmäßige Umrühren kaum möglich war. Nächstes mal nehme ich weniger Sahne und dann schmecken sie noch besser.

Landestypisch werden Köttbullar mit Kartoffelbrei (potatismos), Preiselbeeren (lingonsylt) und brauner Soße (brunsås) serviert. Smaklig måltid!

Cranberry + Maracuja

Im Supermarkt bin ich auf die beiden Sommersorten „Cranberry“ und „Maracuja“ gestoßen und musste sie mal probieren. Beide sind lecker, sehr geschmacksintensiv und Maracuja gefällt mir besser, aber an die großartige limitierte Limettensorte aus dem letzten Jahr kommt keine der beiden ran.

Ich stehe vor einer Tür und irgendein Gefühl sagt mir, dass ich gleich eine gewischt bekomme, wenn ich den Türgriff anfasse. Also überlege ich, erst die Tür woanders zu berühren oder ein Stück Stoff zwischen Handfläche und Türgriff zu legen. Dann denke ich, dass ich mich nicht zu Affen machen will, fass den Türgriff an und zack – krieg natürlich einen Schlag.

Haribo Shop

In Solingen gibt es einen Werksverkauf von Haribo. Ich bin schon häufiger an dem Laden vorbeigefahren, aber nun war ich auch endlich mal drin.

Haribo-Plüschtiere

» weiter

Seit dem ich mein Leben in der Großstadt verbringe und nur noch selten Zuhause bin, fahre ich dementsprechend selten Auto. Umso schöner war es, dass ich vorgestern eine kleine Testfahrt mit meinem Lieblingsauto, dem Toyota Yaris, machen durfte.

Toyota Yaris

Das hat Spaß gemacht! Der Yaris ist mit dem automatisierten 6-Gang-Schaltgetriebe (MultiMode) nämlich absolut idiotensicher. Damit kann selbst ich problemlos durch das Bergische Land fahren. In Norddeutschland lernt man das Anfahren am Berg nämlich bestenfalls am Deich. Außerdem gefällt mir der leise Motor, den man selbst im Stand kaum hört, die Sicherheitsstandards, das übersichtliche Amaturenbrett und der kleine Wendekreis.

Wenn ich irgendwann einmal ein Auto brauche und ein paar Euro übrig habe, dann hätte ich gerne so einen Toyota Yaris. *herz*

Vielen Dank ans Autohaus! Weil ich aber schon so viel Werbung für das Auto gemacht habe, war ich mal so frei, den Aufkleber und das Kennzeichen zu entfernen.

Vor einiger Zeit entdeckte ich im Supermarkt Pastaröllchen für Cannelloni und da ich das noch nie selbst gemacht habe, kamen sie mit und wurden zubereitet.

Cannelloni

» weiter

Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika fängt an und es interessiert mich so gar nicht. Ich warte nur darauf, dass Deutschland seine Spiele hat, damit ich endlich in Ruhe da einkaufen kann, wo es sonst immer voll und wühlig ist.

Ich gebs zu – vor einiger Zeit habe ich mich bei Facebook anmeldet um mir das mal anzuschauen. Jeder redet davon, (fast) jeder ist dort angemeldet und ich war neugierig.

Nun habe ich mich wieder abgemeldet, denn Facebook nervt mich ohne Ende. Allein schon, dass ich auf der Startseite darüber informiert werden muss, welches Level ein Freund in seinem Spiel erreicht, welchem seiner Freunde er was auf die Pinnwand geschrieben oder welche Bilder er wie kommentiert hat und was er „gut findet“ – das ist mir viel zu viel unnötige Information. Ich habe keine Lust auf eine Fanseite für meinen Blog und auf zeitfressende Spiele, die unauffällig meine Daten nach China übertragen. Facebook ist nichts für mich.

Also bin ich wieder nur im StudiVZ. Es stört mich, dass man überall dabei und angemeldet sein muss. Letztendlich hat man in allen sozialen Netzwerken fast die gleichen Freunde und mit vielen seit Jahrzehnten ohnehin nichts zu tun. Deshalb sortiere ich in letzter Zeit häufiger Leute aus, mit denen man eigentlich keinen Kontakt mehr hat. Warum soll sich jemand mein vollständiges Profil ansehen können, wenn man sich nicht genug für mich interessiert, um mal eine Nachricht oder einen Geburtstagsglückwunsch zu schreiben? Ich brauche keine 500.000 Freunde – weniger ist in der Hinsicht für mich mehr. Sowieso benötigt man für die wahren Freunde kein soziales Netzwerk.

Warum ich trotzdem im StudiVZ angemeldet bin? Zum einen läuft ein Großteil des Informationsflusses meines Studiums darüber, zum anderen kann man die Informationen über sich besser einschränken. Für meine Bedürfnisse ist das StudiVZ benutzerfreundlicher und nicht so too much wie Facebook. Ein soziales Netzwerk reicht mir.

Wie seht ihr das? Wo seid ihr dabei und warum oder nicht?