Häufig werde ich gefragt, warum ich eine Sprache lernen möchte, die nur von etwa 10 Millionen Menschen gesprochen wird, zumal die meisten Schweden wahrscheinlich besser Englisch beherrschen als der Durchschnittsdeutsche.
Natürlich könnte ich auch eine „Weltsprache“ wie Spanisch (sprechen mehr als 500 Millionen Menschen) lernen oder meine verrosteten Französischkenntnisse (sprechen 114 bis 280 Millionen Menschen) auffrischen, aber Schwedisch interessiert mich eben mehr. Es ist mir wichtiger, Spaß an der Sprache zu haben, denn sonst bin ich auch nicht motiviert, sie zu lernen.
Seit drei Wochen läuft mittlerweile mein Schwedischkurs und mir gefällt es. Viele Vokabeln sind dem Deutschen ähnlich, ich mag den Klang der Sprache und auch die Grammatik scheint nicht allzu schwer zu sein. Dazu kommt die skandinavische Mentalität, dass man jeden ganz selbstverständlich duzt, und meine Lehrerin – natürlich Schwedin – die immer gerne von ihrem Land erzählt.
Im Nachhinein bin ich doch ganz froh, dass es erst jetzt mit dem Kurs geklappt hat, weil ich im letzten Semester definitiv zu wenig Zeit zum Sprachlernen gehabt hätte. Ich bin gespannt, wie es weiter geht, und würde natürlich auch gerne mal nach Schweden reisen.
