Windmeer

Mein Sommer in der vorlesungsfreien Zeit:

Dreieinhalb Wochen für Prüfungen lernen, eineinhalb Wochen frei, eine Woche Blockseminar in der Uni und fünf bis sechs Wochen Praktikum.

Ich hasse das Klischee der faulen Studierenden. Wenn man arbeitet, kommt man abends nach Hause und kann abschalten, hat den Kopf frei, kann tun und lassen, was man will ohne an die Arbeit denken zu müssen.
Im Studium hat man zwar mehr Freizeit, in der man aber auch mehr machen muss. Man hat nie wirklich frei, es gibt immer irgendwas, das einem im Nacken sitzt und noch getan werden muss. Letztendlich habe ich noch nie in meinem Leben so wenig Freizeit gehabt wie jetzt, aber erklär das mal jemanden, der noch nie eine Universität von innen gesehen und überhaupt keine Ahnung von dem hat, was einem ein Studium heutzutage abverlangt.

Trotz alledem ist es vielleicht auch die aufregendste Zeit meines Lebens. Ich mag mein Studium und habe das Gefühl, dass ich genau das richtige mache. Nur manchmal nervt mich das Unverständnis anderer.

Als ich noch nicht studiert habe, konnte ich im Sommer mindestens zwei Wochen wegfahren. Nun ist das anders – was nicht heißen soll, dass der Sommer nicht trotzdem toll wird.

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