Windmeer

Februar 2008 Monthly archive

Letzte Woche habe ich die Aktion Fremdposteln entdeckt.

Fremdposteln

Ich finde die Idee toll, eine Postkarte einzuschicken und dann eine andere zu bekommen. Da ich auch mal wieder nette Post im Briefkasten finden will, habe ich schon fleißig meine Postkarte für jemand anders gebastelt und bin gespannt, was bei mir ankommt.

Ja, endlich klappt es! Nachdem ich diverse Sommerurlaubspläne verwerfen musste, habe ich nun eine Zusage für die Ukraine im Juli / August bekommen.

Krim

Es geht auf die Halbinsel Krim (dunkelgrün auf der Karte) ans Schwarze Meer – landschaftlich toll und kulturell auch sehr interessant. Das gibt dann wieder ein weiteres glitzernes Visum in meinem Reisepass (langsam lohnt sich die Anschaffung) und wahrscheinlich einen Flug mit einer russischen Airline. Ich bin gespannt und freu mich auf zwei tolle Wochen im Sommer.

Eine gute Freundin schenkte mir zu Weihnachten das ziemlich beliebte Buch „P.S. Ich liebe Dich“ von Cecilia Ahern und eine Einladung in den Kinofilm, falls mir das Buch gefallen würde. Ursprünglich hatte ich eigentlich nicht vor, es zu lesen, aber ich muss sagen, dass das Buch richtig gut ist und ich es absolut weiterempfehlen kann.

Nun zum Film. Eigentlich mache ich es nicht oft, dass ich ein Buch zum Film lese, denn meistens stellt sich dabei heraus, dass das Buch einfach um Längen besser und detailierter ist. Das ist mir bei dem Film „P.S. Ich liebe Dich“ auch mal wieder aufgefallen. Ein gutes Buch dient als Vorlage, aus der dann ein mittelmäßiger Film gemacht wird. Und weil es eine amerikanische Produktion ist, muss die Handlung natürlich in New York spielen (statt in Dublin), die Charaktere diese naive amerikanische Art haben und der schöne irische Flair des Buches geht verloren.

Wenn ich das Buch vorher nicht gelesen hätte, dann wüsste ich natürlich nicht, dass in dem Film (verständerlicherweise) ein paar richtig gute Szenen einfach weggelassen wurden und dass wahnsinnig viele Tatsachen verdreht wurden. Wahrscheinlich würde ich dann aber trotzdem nur eine mittelmäßige Bewertung abgeben.

Letzte Woche waren wir nach dem Ruhrpott auch noch zwei Tage in Amsterdam.

Grachten in Amsterdam

Grachten über Grachten, das macht den Flair der Stadt aus. Bei dem grauen Januarwetter mit Regen und dem Wind, der durch die Grachten zog, war es aber nicht ganz so gemütlich. Im Sommer muss das toll sein.

Mit dem Verkehr haben es die Niederländer wohl nicht so ganz. Die Stadt ist überfüllt mit Fahrrädern – die meisten davon sind nicht mal verkehrssicher. Es ist also keine gute Idee, mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren, vorausgesetzt man findet sie überhaupt und dann einen bezahlbaren Parkplatz. Amsterdam ist nämlich ein bisschen spärlich beschildert. Ein „Zentrum“ hier oder „Autobahn“ da könnte ab und zu echt nicht schaden.

Zum Bummeln ist Amsterdam toll und auch das berühmte Rotlichtviertel sollte man mal gesehen haben. Die vielen Coffeeshops prägen ebenfalls das Stadtbild, denn in den Niederlanden gelten bekanntlich andere Gesetze zum Konsum von Gras und das merkt man auch. Überall liegt dieser extrem widerliche Geruch in der Luft. Das ist nicht meine Welt.

Wenn ihr mal nach Amsterdam kommt und ein wenig geschichtsinteressiert seid, dann kann ich euch das Anne Frank Haus absolut empfehlen. Nachdem ich das Tagebuch bereits schon vor Jahren mit Begeisterung gelesen und vor einiger Zeit die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen besucht habe, hat das Museum recht gut verdeutlicht, unter welchen Umständen die Untergetauchten dort gelebt haben müssen. Das lohnt sich wirklich.

Und wenn man schon mal in den Niederlanden ist, dann muss man natürlich auch die obligatorische Portion Pommes gegessen haben. :-)

IrlandUngarnSlowenienSlowakische Republik – Ukraine.

Irgendwann muss ja auch mal was klappen…

Wenn ich an meine norddeutsche Heimat denke, dann ist die Landschaft dort von Agrarwirtschaft und Tourismus geprägt. Richtige Industrie kannte ich bisher kaum und um das zu ändern, haben wir uns am Dienstag alte Industrieanlagen in Oberhausen und Duisburg angeguckt.

Industriereste in Oberhausen
Industriereste in Oberhausen

In Oberhausen haben wir uns nicht so viel angeschaut. Das CentrO, das Gasometer von außen und den Park daneben. Ziemlich interessant war der Landschaftspark Duisburg-Nord. Die alten, 1985 still gelegten Industrieanlagen können besichtigt werden und teilweise sind auch einzelne Teile zu Freizeitbereichen (Kletterwände, Spielplätze, Tauchbecken im Gasometer usw.) umgebaut worden.

Das Prinzip der industriell geprägten Natur- und Kulturlandschaft ist gut umgesetzt, aber der Ruhrpott ist trotzdem nicht meine Welt. Dafür weiß ich jetzt aber nicht nur, wie das alles aussieht, sondern auch, wie es funktioniert hat.